Hinweis:
Da der US-amerikanische Teil dieses Dossiers aus dem Englischen übersetzt wurde, wird auch der englische Begriff ‘race‘ im deutschen übernommen, weil die deutsche Übersetzung „Rasse“ eine für uns inakzeptable Konnotation trägt.
Die US-amerikanische Gesellschaft wurde auf einem Fundament der sozialen Ungleichheit aufgebaut. Folge dieser Ungleichheit war eine soziale Hierarchie, die sich auf die Herkunft bzw. ‚race‘ bezieht. In seiner extremsten Ausprägung schuf dieses Sozialsystem ‚race‘-basierte Sklaverei. Die spätere Abschaffung der Sklaverei löste jedoch nicht das Problem rassistischer Diskriminierung.
Bis zum heutigen Tag sind diskriminierende Praktiken in den Bereichen Bildung, Beschäftigung, Strafverfolgung und bei vielen privaten Interaktionen präsent. Aus diesem Grund wurde mit Hilfe von Affirmative Action versucht, diskriminierenden Praktiken Abhilfe zu schaffen, sodass historisch marginalisierten Gruppen (wie z.B. amerikanische Ureinwohner*innen, schwarze Amerikaner*innen, Latinos*as und Frauen) Chancengleichheit gewährt werden konnte. Affirmative Action bedeutet, eine Gruppe von Menschen unterschiedlich zu behandeln, um Hindernisse, die diskriminierende Praktiken darstellen, auszugleichen.
Dieses Dossier gibt einen Überblick darüber, wie Affirmative Action eingeführt wurde, wie sie sich entwickelt hat und wie sie sich in Zukunft verändern könnte. Hierzu wird zunächst der historische Kontext dargestellt, gefolgt von einer Zusammenfassung der wichtigsten Gesetze, die vom Kongress verabschiedet oder per Exekutivverordnung geschaffen wurden. Weiter zeigt das Dossier die verschiedenen Methoden der Umsetzung von Affirmative Action auf, beschreibt, wie sie in der Praxis umgesetzt wird und zeigt die unterschiedlichen Meinungen in der aktuellen Debatte auf.
Dieses Dossier wurde aus dem Englischen übersetzt. Daher behält es die amerikanische Originalterminologie der „Affirmative Action“ bei. Ein sehr ähnliches Konzept gibt es auch in Europa, wobei dieses Konzept dann den Namen der positiven Maßnahme trägt.

