2019 wurde ein Gesetz zum Prozess der legalen Anerkennung des Geschlechts verabschiedet, welches jedoch von Menschrechtsorganisationen wie beispielsweise Human Rights Watch und Aktivist*innen in Indien stark kritisiert wird. Für die Anerkennung setzt dieses geschlechtsangleichende Operationen durch ein offizielles Krankenhaus voraus. Es verletzt damit einige Gerichtsurteile, insbesondere ein Urteil des höchsten Gerichtshof Indiens von 2014, welches festlegte, dass trans* Personen ein Recht auf die legale Anerkennung ihres Geschlechts, ohne die Voraussetzung von medizinischen Operationen, haben. Ebenfalls erkannte das Gericht in seiner Entscheidung die Notwendigkeit positiver Maßnahmen gegenüber trans* Personen an.
Das 2019 verabschiedete Gesetz verbietet zwar ausdrücklich die Diskriminierung von trans* Personen, wie aber auch bereits für Deutschland aufgezeigt, bedeutet ein Verbot der Diskriminierung jedoch nicht, dass die Lebensrealität von trans* Personen frei von Diskriminierung ist.

