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Gerade da Südafrikas Geschichte geprägt ist von Ungerechtigkeit und vom Erbe der Apartheid, war der Erlass einer neuen Verfassung ein bedeutendes Ereignis in der Geschichte der Menschenrechte innerhalb des Landes. Sie wurde am 4. Februar 1997 rechtskräftig, nach umfassenden Verhandlungen der von 1994 bis 1996 tagenden Verfassungsversammlung, an der alle Parteien beteiligt waren.
Die Verfassung, die als eine der fortschrittlichsten der Welt angesehen wird,  legte den Grundstein für Staatliche Gleichbehandlungsverpflichtungen. Gleich zu Beginn steht in der Präambel geschrieben, das Südafrika „vereint ist in Vielseitigkeit (Diversity)“ und dass „jede*r Einwohner*in vom Gesetz gleichermaßen geschützt ist“. Kapitel 2 der Verfassung umfasst das  „Bill of Rights“ – der Eckstein der Demokratie in Südafrika – und bestätigt die demokratischen Werte Menschenwürde, Gleichheit und Freiheit. Abschnitt 9: Gleichberechtigung innerhalb des „Bill of Rights“ bildet die Grundlage für die Inkraftsetzung staatlicher Gleichbehandlungsverpflichtungen.