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Die Studie, „Leben als Transgender in Belgien“ die 2007 und 2017 vom „Institut für Gleichstellung von Frauen und Männern“ durchgeführt wurde, zeichnet ein gemischtes Bild der Lebensrealitäten von trans* Personen in Belgien. Der Anteil an trans* Personen, die entsprechend ihrer Geschlechtsidentität leben, ist zwischen 2007 und 2017 um 40 % gestiegen. Das Wissen um Antidiskriminierungsgesetze hat sich fast verdoppelt, jedoch hat sich gleichzeitig die Anzahl der offiziell eingereichten Beschwerden aufgrund von Diskriminierung von 17,3 % auf 10.6 % verringert.

Laut der Studie „Leben als Transgender in Belgien“ ist zwischen 2007 und 2017 die Arbeitslosenquote unter trans* Personen von 15,6 % auf 11,2 % gesunken, liegt aber immer noch höher als die durchschnittlichen 8 % der Gesamtbevölkerung. Insgesamt stellt die Studie fest, dass ein Drittel der arbeitenden trans* Personen negative Erfahrungen am Arbeitsplatz machen. Aufgrund dieser haben sich 10 % der trans* Personen dazu entschlossen zu kündigen. Auch gab ein Viertel der Befragten an, dass ihre Erfahrungen Auswirkungen auf die Motivation haben sich für weitere Jobs zu bewerben.

Im Unterschied zum Arbeitsplatz erleben laut der Studie in der Schule sogar die Hälfte der Befragten negative Reaktionen. In beiden Lebensbereichen stellt die Studie fest, dass Diskriminierungserfahrungen auch einen Einfluss auf die medizinische Gesundheit haben.

Möchten trans* Personen in Belgien geschlechtsangleichende Operationen vornehmen, ist es möglich, dass sie dafür von der Arbeit freigestellt zu werden. Sie haben dann jedoch nur die Möglichkeit in spezialisierte ausgewählte Krankenhäuser zu gehen, welches als eine Verletzung der Freiheit, die eigene medizinische Versorgung zu wählen, kritisiert wird. Finanzielle Förderung für die Operation können teilweise beantragt werden.

Laut der Studie „Leben als Transgender in Belgien“ hat sich die medizinische Versorgung und Interaktion mit medizinischem Personal zwischen 2007 und 2017 verbessert.