Obwohl die überwiegende Mehrheit von Sinti und Roma in Deutschland sesshaft ist, werden Sinti und Roma weiterhin mit Camping und Wohnwägen auf negative Weise in Verbindung gebracht. In einer Umfrage der Antidiskriminierungsstelle des Bundes von 2014 nannten 8,4% der Befragten den Begriff „Wohnwagen“, „Campingwagen“ oder synonyme Termini und 34% nannten Begriffe ähnlich wie „fahrendes Volk“ bei der Frage, was ihnen zu dem Begriff „Zigeuner“ einfiele. 2019 wurde ein Campingplatzbetreiber in Bayern kritisiert, der in einer E-Mail darauf hinwies, dass er keine Handelsreisenden, Schaustellenden, sowie Sinti und Roma auf dem Campingplatz aufnehme. Auch andere Sinti und Roma berichten von Problemen einen Stellplatz auf Camping-Plätzen zu erhalten, wenn sie dort ihren Urlaub verbringen wollen. Dabei werden antiziganistische Vorurteile ausgelebt und als Begründung für den Ausschluss der Minderheit genutzt.

